Unser Leben nach dem Koma
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Zeit des Erwachens

Was die nächsten Wochen folgte war wie im Traum, absolut unrealistisch!

Durch die Unterkühlung und die TK ( künstliche Beatmung, direkt durch den Hals gelegt / Luftröhrenschnitt ) kam die 1. Lungenentzündung...... dieser folgten noch x andere. Nach 10 Tagen ca. haben die Ärzte dann versuch die Sedierung runterzufahren um Gunnar aus dem künstlichen Koma aufwachen zu lassen..... nichts....

Es hiess: "Er ist kräftig gebaut, die Sedierung legt sich in den Rezeptoren fest, je mehr Körperfette, desto länger kann es dauern bis er aufwacht"

Also gut... leicht gesprochen aber vorerst kein Grund sich ernsthaft zu beunruhigen.......

Die Tage vergingen und Gunnar wollte und wollte nicht aufwachen.... Dazu begann wieder der Stress mit Gunnars Familie. Seine Mutter hat haltlos irgendwelche Dokumente unterschrieben und konnte im nachhinein nicht mal sagen was.... tja... gefährlich wird es, wenn die Dummen fleissig werden!
Dazu aber mehr im "Rosenkrieg"...

Nach genau 4 Wochen Intensivstation wurde Gunnar immernoch komatös nach Malente zur Frühreha verlegt. Auch hier weiterhin die selben Dramen... Lungenentzündung.... x Wochen durchgehend Antibiose.... und aufwachen wollt mein Meyerlein immernoch nicht! Alle bisherigen Untersuchungen wie MRT, CCT waren ohne Befund..... Warum war der Kerl nicht wach zu kriegen?

Ich steh seid Jahren auf Kriegsfuss mit dem alten Mann oben... aber irgendwann habe ich angefangen zu beten... ich denke das tut man zwangsläufig in solch einer Situation. Naja... besser geworden ist " unser Verhältnis " dadurch nu auch nicht und ob´s was gebracht hat? Keine Ahnung....



Tag 35 gesamt. 
7. Tag Reha in der August-Bier-Klinik in Bad Malente.
Diagnose, tiefes Koma nach Reanimation. Der Weg ist Ziel und der Kampf beginnt! Mit "gewöhnen Sie sich dran" gebe ich mich nicht zufrieden, jetzt erstrecht!





Jedenfalls passierte kurz vor Weihnachten ein kleines Wunder.... Gunnar wachte auf....  nicht wie in schlechten Filmen... Augen auf und da..... Nein, ganz langsam nur. Kaum spürbare Reaktionen, für die Ärzte war es "ohne Veränderung" aber da war was und ich konnte es irgendwann auch beweisen. Er konnte sich noch nicht weiter äussern, sah immernoch schlafend aus aber er küsste... Wenn ich mich über ihn beugte spitzte er die Lippen und ich hab dann die Station zum Show-Küssen zusammengetrommelt. Da war der Punkt erreicht, das auch die Ärzte mich für voll genommen haben. Ab da war ich keine hysterische Angehörige mehr, die Sachen sehen will die nicht da sind! Er wachte jeden Tag ein wenig mehr auf.... leider für unser Gesundheitssystem zu langsam und er wurde von der Krankenkasse rehatechnisch ausgesteuert.



Tag 48 gesamt.
Mobilisation ins sitzen. Ich habe permanent auf den Monitor gestarrt aus Angst der Kreislauf könne kippen aber Gunnar hat das erste mal sitzen, 2 Stunden, ohne Probleme durchgestanden.




Tag 81 gesamt.
Auf drängen der Therapeuten wurde endlich das Tavor abgesetzt und Herr M. ist stundenweise wach. Schön wenn Ärzte auf "niedere" Angestellte hören! Die TK ( Trachial-Kanüle, zur Beatmung, Atemhilfe ) wurde 2 Tage zuvor gezogen und der Hals gehört wieder ihm. Von Eigenbewegung noch weit weg aber Malte hält die Zeitung und Gunnar kann lesen: "Die Telekom kauft Bundesliga? Ne?!"
Momente unendlichen Glücks!



Das heisst ich habe ihn im Februar 2007 nachhause geholt. Seid dem habe ich das Gefühl, wir leben selbst in einem Rehazentrum... täglich mehrfache Therapien. Es gibt Tage, da reichen sich unsere Therapeuten die Klinke in die Hand aber wir haben erreicht was keiner für möglich gehalten hat. Er ist komplett wach.

Die Fotos wurden von mir bearbeitet, dies soll kein zur Schau stellen sein, sondern nur ein Einblick! Deswegen wirken die Bilder unscharf und verschwommen.
Have a good Time  
   
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